SOS-EEG

News-Ticker

Parlamentstermine, Medienecho, Kampagnen-Meilensteine — jede Meldung mit Quelle.

Kampagne

sos-eeg.de ist online — der Branchen-Appell startet

Die Wertschöpfungskette Dach-Photovoltaik sammelt Mitzeichnungen für drei präzise Nachbesserungen am EEG-2027-Entwurf. Unternehmen und Bürger:innen können ab sofort mitzeichnen.

Parlament

Bundesrats-Ausschüsse empfehlen Übergangszahlung für alle Anlagen unter 50 kW bis 2030

Nach den Empfehlungen der Ausschüsse (Drucksache 470/1/26) soll die Übergangszahlung für alle Anlagen unter 50 Kilowatt gelten, die vor dem 1. Januar 2031 in Betrieb gehen; weitere Ziffern zielen auf eine dauerhafte Vergütung kleinerer Solaranlagen. Ob das Plenum die Empfehlungen übernimmt, entscheidet sich am 25. September.

Quelle: Bundesrat

Parlament

Wirtschaftsausschuss soll am 23. September über Anhörung zur EEG-Novelle beschließen

Die Tagesordnung der 46. Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie sieht die Beschlussfassung über eine öffentliche Anhörung zum EEG-Entwurf (Drucksache 21/7867) und zum Netzanschlusspaket (Drucksache 21/7866) vor. Einen Termin für die Anhörung selbst nennt die Tagesordnung nicht.

Quelle: Deutscher Bundestag

Medienecho

bne fordert Wegfall der 50-Prozent-Begrenzung für steuerbare Kleinanlagen

In einem Whitepaper mit sechs Vorschlägen fordert der Bundesverband Neue Energiewirtschaft, die im EEG 2027 geplante 50-Prozent-Kappung für Anlagen bis 100 Kilowatt bei Direktvermarktungsanlagen mit intelligentem Messsystem entfallen zu lassen. Statt der befristeten Übergangszahlung (36 Monate) solle die Marktprämie für alle Anlagen erhalten bleiben.

Quelle: pv magazine

Parlament

Erste Lesung der EEG-Novelle am 24. September um 20:35 Uhr, 20 Minuten Debatte

Laut Bundestag soll der Regierungsentwurf (Drucksache 21/7867) am Donnerstag, 24. September, um 20:35 Uhr in erster Lesung beraten werden. Nach der Aussprache soll er zusammen mit einem Antrag der Grünen an den federführenden Ausschuss für Wirtschaft und Energie überwiesen werden.

Quelle: Deutscher Bundestag

Medienecho

BSW-Solar fordert den Bundestag auf, EEG-Novelle und Netzpaket grundlegend zu überarbeiten

Nach Schätzung des Verbands würden die geplanten Regeln, darunter der Redispatch-Vorbehalt, die Stromerzeugungskosten neuer Solarparks um mehr als einen Cent je Kilowattstunde erhöhen. Blieben die Maßnahmen, sei eine Anhebung des Gebotshöchstwerts von 5,9 auf 7,5 Cent je Kilowattstunde erforderlich.

Quelle: BSW-Solar

Parlament

Erste Lesung der EEG-Novelle im Bundestag für Donnerstag, 24. September angesetzt

Laut Tagesordnung des Bundestages (Stand 10. September) soll der Regierungsentwurf, Drucksache 21/7867, am 24. September in erster Beratung debattiert werden, 20 Minuten, verbunden mit einem Antrag der Grünen. Direkt danach ist das Netzpaket, Drucksache 21/7866, angesetzt; zwischen den Fraktionen besteht über die Tagesordnung noch kein Einvernehmen.

Quelle: Deutscher Bundestag

Parlament

EEG-Novelle: Erste Lesung im Bundestag voraussichtlich in der Woche ab 21. September

Nach einem Bericht von pv magazine soll sich der Bundestag voraussichtlich in der Sitzungswoche ab dem 21. September in erster Lesung mit der EEG-Novelle 2027 (Drucksache 21/7867) und dem Netzpaket befassen; eine Tagesordnung für diese Woche ist auf bundestag.de bislang nicht veröffentlicht. Die Verabschiedung im Bundestag soll nach derzeitigen Plänen des Ministeriums dem Vernehmen nach bis Ende Oktober erfolgen, anschließend müsste der Bundesrat der Novelle noch zustimmen.

Quelle: pv magazine

Medienecho

ASEW-Umfrage: Rund 17 Prozent der Stadtwerke planen Einstieg in PV-Direktvermarktung

Rund 49 Prozent der Stadtwerke prüfen laut ASEW noch einen Einstieg in die Direktvermarktung von Solarstrom aus kleinen Anlagen. Mit der geplanten Abschaffung der Einspeisevergütung würde dieses Geschäftsfeld relevanter; als größte Hürde nennen die Befragten die Wirtschaftlichkeit.

Quelle: Solarserver

Parlament

Linke beantragt Erhalt der Förderung für Solaranlagen auf Gebäuden

Die Fraktion Die Linke lehnt den Regierungsentwurf zur EEG-Novelle ab. In einem Antrag (Drucksache 21/7907) fordert sie, die Förderung für Photovoltaik-Anlagen auf, an oder in Gebäuden zu erhalten, ebenso die Sonderregelung für besondere Solaranlagen einschließlich Agri-PV.

Quelle: Deutscher Bundestag (hib 699/2026)

Parlament

EEG-Entwurf liegt dem Bundestag als Drucksache 21/7867 vor

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung mit dem Titel Entwurf eines Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor ist seit Montag, dem 7. September 2026, als Bundestagsdrucksache 21/7867 veröffentlicht. Damit ist die parlamentarische Beratung eröffnet. Ein Termin für die erste Lesung im Plenum ist bislang nicht bekannt; bis zu einer Entscheidung des Bundestages bleiben sämtliche Regelungen des Entwurfs Entwurfsstand.

Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 21/7867 (7. September 2026)

Parlament

Netzengpassmanagement kostete 2025 rund 3,08 Milliarden Euro

Die Bundesregierung beziffert in ihrer Antwort (Drucksache 21/7804) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 21/7643) die Gesamtkosten des Netzengpassmanagements für 2024 auf rund 2,95 Milliarden Euro und für 2025 auf rund 3,08 Milliarden Euro. Auf den finanziellen Ausgleich an die Betreiber abgeregelter Erneuerbare-Energien-Anlagen entfielen davon 554 Millionen Euro im Jahr 2024 und 435 Millionen Euro im Jahr 2025, auf den Redispatch mit konventionellen Marktkraftwerken 1,23 Milliarden beziehungsweise 1,18 Milliarden Euro. Die Vorhaltekosten der Reservekraftwerke stiegen von 696 auf 955 Millionen Euro, die Abrufkosten von 372 auf 412 Millionen Euro.

Quelle: Deutscher Bundestag, heute im bundestag (7. September 2026)

Parlament

Bundesrat soll EEG-Entwurf am 25. September im ersten Durchgang beraten

Die am 3. September aktualisierte Vorschau der Berliner Senatskanzlei auf die Bundesratssitzung am 25. September 2026 führt den Entwurf eines Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor, Drucksache 470/26, unter den Gesetzentwürfen der Bundesregierung im ersten Durchgang auf. Im Bundestag steht die Novelle dagegen nicht an: Der ebenfalls am 3. September veröffentlichte Ablaufplan für die Sitzungswoche vom 8. bis 11. September sieht ausschließlich Beratungen zum Bundeshaushalt 2027 vor.

Quelle: Senatskanzlei Berlin, Bundesangelegenheiten (Stand 3. September 2026)

Medienecho

Kurzanalyse: Prosumeraufschlag würde in der Gemeinschaftsversorgung mehrfach anfallen

Das gemeinnützige 1000 GW Institut hat den AgNes-Konsultationsentwurf der Bundesnetzagentur vom 6. August untersucht: Der vorgesehene Prosumeraufschlag von 70 bis 90 Prozent des Grundpreises, im Beispiel Leverkusen 125 bis 160 Euro im Jahr, fiele bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung für jede Wohnung einzeln an, im Einfamilienhaus und beim Mieterstrom dagegen nur einmal. Autor Daniel Fürstenwerth sieht damit die Ziele Verursachergerechtigkeit, Verbraucherschutz und Systemdienlichkeit verfehlt; am nachteiligsten betroffen wären nach der Analyse Mieter kleiner Wohnungen mit geringem Stromverbrauch.

Quelle: pv magazine

Medienecho

Enervis-Studie: Photovoltaik senkte die Stromkosten 2025 um 15,7 Milliarden Euro

Nach einer Analyse von Enervis im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft haben Photovoltaik-Anlagen die Stromkosten im Jahr 2025 um 15,7 Milliarden Euro gesenkt, während die EEG-Förderkosten bei 10,9 Milliarden Euro lagen; der ermittelte wirtschaftliche Wert liegt damit 40 Prozent über der Förderung. Die Summe setzt sich aus vermiedenen Strombeschaffungskosten von 13,1 Milliarden Euro und Exporterlösen von 2,6 Milliarden Euro zusammen, ohne Solarstrom wären die Börsenstrompreise im Mittel rund 20 Prozent höher ausgefallen. Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert, bei der anstehenden EEG-Novelle und dem Netzpaket auf Maßnahmen zu verzichten, die den weiteren Photovoltaik-Zubau im kommenden Jahr ausbremsen könnten.

Quelle: pv magazine

Medienecho

Enpal und 1Komma5° kritisieren geplante 50-Prozent-Grenze für Anlagen bis 100 Kilowatt

Enpal und 1Komma5° haben am 2. September in Berlin bei einem gemeinsamen Pressetermin ihre technischen Einwände gegen § 9 Absatz 2b des EEG-Entwurfs vorgetragen: Danach soll die Wirkleistung am Netzverknüpfungspunkt künftig bei allen neuen Photovoltaik-Anlagen bis 100 Kilowatt auf 50 Prozent begrenzt werden, auch bei steuerbaren Anlagen. Benjamin Merle-Oberheide von Enpal verwies darauf, dass die Begrenzung nicht nur die Solarstromeinspeisung träfe, sondern auch gekoppelte Batteriespeicher und bidirektional ladbare Elektroautos, und die Erlösmöglichkeiten gerade in der künftig verpflichtenden Direktvermarktung stark einschränken würde. Beide Unternehmen fordern Ausnahmen für direkt vermarktete Anlagen und stärkere Pflichten für Netzbetreiber, die vorgeschriebene Steuerungstechnik auch tatsächlich einzusetzen; heute sind nicht steuerbare Anlagen auf 60 Prozent begrenzt.

Quelle: pv magazine

Medienecho

17 Unternehmen legen eigenen Gesetzentwurf für schnellere Netzanschlüsse vor

Die Energiewende-Digitalisierungs-Allianz, ein Bündnis aus 17 Unternehmen, darunter 1Komma5°, Enpal, Lichtblick, Octopus Energy und Sonnen, hat am 1. September einen eigenen Gesetzentwurf mit 30 konkreten Einzelmaßnahmen vorgelegt; er zielt auf Änderungen im EEG, im Energiewirtschaftsgesetz und im Messstellenbetriebsgesetz. Zentrales Instrument soll ein pauschalierter Schadensersatz sein, den künftig alle Netznutzer rechtlich und finanziell gegenüber den 866 Verteilnetzbetreibern in Deutschland geltend machen könnten; dazu kommen Vorschläge für einen beschleunigten Smart-Meter-Rollout mit neuen Ansprüchen bei Nichterfüllung der Pflichteinbauquoten und einem Pfad zur Kommunikation von 15-Minuten-Werten.

Quelle: pv magazine

Medienecho

17 Unternehmen legen Gesetzentwurf mit 30 Maßnahmen für schnellere Netzanschlüsse vor

Die Energiewende-Digitalisierungsallianz (EDA), ein Bündnis aus 17 Unternehmen, darunter 1Komma5°, E3/DC, Enpal, Green Planet Energy, Lichtblick, Naturstrom, Octopus Energy, Rabot Energy und Sonnen, hat am 1. September 2026 einen Gesetzentwurf zur Digitalisierung und Standardisierung der Energiewende vorgelegt. Die 30 vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen betreffen Änderungen am EEG, am Energiewirtschaftsgesetz und am Messstellenbetriebsgesetz; zentrales Instrument wäre ein pauschalierter Schadensersatz, den alle Netznutzer gegenüber ihrem Verteilnetzbetreiber geltend machen könnten, wenn die Standards nicht erfüllt würden. Die Allianz begründet den Vorstoß damit, dass die 866 Verteilnetzbetreiber in Deutschland weiterhin unterschiedliche Formulare, Prozessanforderungen und technische Vorgaben für den Netzanschluss nutzen, und appelliert an Bundesregierung, Bundestag und Regulierungsbehörden, die Maßnahmen in das weitere Gesetzgebungsverfahren aufzunehmen.

Quelle: pv magazine

Parlament

Sitzungswoche im September: Haushalt, keine EEG-Novelle auf der Tagesordnung

Die am 26. August veröffentlichte Tagesordnung für die 91. bis 94. Sitzung des Bundestages vom 8. bis 11. September 2026 führt ausschließlich den Bundeshaushalt 2027 und einen Verkehrsantrag auf; die EEG-Novelle steht nicht darauf. Auch der federführende Ausschuss für Wirtschaft und Energie hat für seine 44. Sitzung am 8. September allein eine öffentliche Anhörung zum Wärmeplanungsgesetz (Drucksache 21/6587) angesetzt. Ein Termin für die erste Beratung des EEG 2027 im Bundestag ist damit weiterhin nicht bekannt; die nächste Plenarsitzung des Bundesrates, dem der Entwurf als Drucksache 470/26 vorliegt, ist für den 25. September 2026 vorgesehen.

Quelle: Deutscher Bundestag, Tagesordnung 91. bis 94. Sitzung (Stand 26. August 2026)

Medienecho

Agora: Klimaziel 2026 könnte verfehlt werden, Solarstrom legt um 0,8 Terawattstunden zu

Agora Energiewende hat auf Grundlage vorläufiger Daten eine erste Abschätzung der deutschen Emissionen für 2026 vorgelegt: Bei fortgeschriebener Entwicklung kämen 635 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent zusammen, während das Klimaschutzgesetz eine Höchstgrenze von 625 Millionen Tonnen vorsieht. Im Stromsektor stieg die Erzeugung aus erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr um 7 Terawattstunden gegenüber dem Vorjahreszeitraum; das größte Plus entfiel mit 6,9 Terawattstunden auf die Windenergie, die Photovoltaik legte um 0,8 Terawattstunden zu. Agora-Direktorin Julia Bläsius fordert, die Bundesregierung müsse Planungssicherheit für klimafreundliche Investitionen von Haushalten, Unternehmen und Kommunen schaffen.

Quelle: pv magazine

Parlament

Netzanschluss: Bundesrats-Gesetzentwurf erreicht den Bundestag

Der Bundeskanzler hat den vom Bundesrat am 10. Juli 2026 in seiner 1067. Sitzung beschlossenen Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes am 26. August 2026 nach Artikel 76 Absatz 3 Grundgesetz an den Bundestag übersandt (Drucksache 21/7734). Nach dem Entwurf sollen Netzbetreiber an einem Netzverknüpfungspunkt Anschlusskapazitäten für Lasten und Stromspeicher drei Jahre lang zurückhalten dürfen, in begründeten Fällen um zwei weitere Jahre verlängerbar, und Anschlussnehmer bevorzugen dürfen, die Lasten oder Speicher mit erneuerbaren Energien überbauen; eine flexible Netzanschlussvereinbarung müssten sie auf Verlangen des Anschlussnehmers anbieten, mit Stand-Alone-Batteriespeichern abschließen. In der beigefügten Stellungnahme verweist die Bundesregierung auf die Priorisierungsregel des vom Bundeskabinett am 29. Juli 2026 beschlossenen Netzanschlusspakets (§ 17b EnWG) und kommt zu dem Schluss, eine separate Initiative des Bundesrates sei dazu nicht notwendig.

Quelle: Deutscher Bundestag

Medienecho

Solarenergie-Förderverein sieht keinen Vorzieheffekt bei Anlagen bis 25 Kilowatt

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland berichtet, dass die Neuinstallationen im Segment bis 25 Kilowatt im Jahr 2026 weiterhin unter dem Vorjahresniveau liegen; einen vorgezogenen Investitionsschub vor den für 2027 geplanten EEG-Änderungen sieht der Verein nicht. Als Grund nennt er die Unsicherheit über die künftigen Vergütungs- und Einspeiseregeln, die eher zu einer abwartenden Haltung führe; Geschäftsführerin Susanne Jung rät, bereits geplante Anlagen noch 2026 in Betrieb zu nehmen, dabei aber keine Abstriche bei fachgerechter Planung und Installation zu machen.

Quelle: pv magazine

Medienecho

LEE Niedersachsen/Bremen fordert sechs Änderungen an EEG-Novelle und Netzanschlusspaket

Der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen hat sechs Forderungen zu den Kabinettsentwürfen vom 29. Juli 2026 vorgelegt und verlangt vor allem, den Redispatch-Vorbehalt zu streichen: In kapazitätslimitierten Gebieten soll der Anspruch auf einen Netzanschluss entfallen, Betreiber müssten ein Vertragsangebot des Netzbetreibers annehmen und mindestens sechs Jahre lang auf bis zu 20 Prozent ihrer Entschädigung für netzbedingte Abschaltungen verzichten. Für Dachanlagen fordert der Verband den Marktwert für Photovoltaik als Übergangslösung; die ab 2027 geplante Einspeisegrenze von 70 Prozent für neue Solarparks und 280 Watt je Quadratmeter Rotorfläche für neue Windenergieanlagen solle nur in kapazitätslimitierten Gebieten gelten, nicht bundesweit und dauerhaft. Verbandsvorsitzende Bärbel Heidebroek spricht von einem scharfen Konflikt zwischen Bund und Ländern.

Quelle: Solarserver

Medienecho

Kritik an § 9: Wirkleistungsbegrenzung träfe auch Speicher und bidirektionales Laden

Nach § 9 des Regierungsentwurfs soll die maximale Wirkleistungseinspeisung von Solaranlagen unter 100 Kilowatt am Netzverknüpfungspunkt dauerhaft auf 50 Prozent der installierten Leistung begrenzt werden, unabhängig davon, ob ein intelligentes Messsystem verbaut ist. Vertreter von 1Komma5°, Enpal, Octopus Energy, E.On Deutschland und der Volkswagen-Tochter Elli kritisieren, dass die Kappung nicht nur die Photovoltaik-Anlage träfe, sondern auch Batteriespeicher und bidirektional ladende Elektroautos auf die Hälfte der Photovoltaik-Leistung begrenzen würde; auf der VW-Plattform MEB seien europaweit rund eine Million Fahrzeuge technisch für bidirektionales Laden vorbereitet, gut 360.000 davon in Deutschland.

Quelle: Cleanthinking

Medienecho

128 Gigawatt Solarleistung erreicht, Branche warnt zugleich vor einem Ausbauknick

Der Bundesverband Solarwirtschaft meldet mehr als 128 Gigawattpeak installierte Solarleistung in über 6 Millionen Anlagen; das EEG-Zwischenziel für 2026 ist damit erfüllt. Bis zum gesetzlichen Ziel von 215 Gigawattpeak im Jahr 2030 müssten nach Verbandsrechnung noch rund 87 Gigawatt hinzukommen, im Schnitt rund 20 Gigawattpeak pro Jahr statt der zuletzt jeweils rund 17,5 Gigawattpeak in den Jahren 2024 und 2025. Geplante Förderkürzungen für kleine Photovoltaik-Anlagen, die stärkere Verpflichtung zur Direktvermarktung und der teilweise Wegfall von Entschädigungen bei netzbedingten Abregelungen würden dieses Tempo nach Einschätzung des Verbands bremsen.

Quelle: BSW-Solar

Parlament

EEG-Entwurf liegt dem Bundesrat vor, eingestuft als besonders eilbedürftig

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung ist dem Bundesrat am 14. August als Drucksache 470/26 zugeleitet worden und dort als besonders eilbedürftige Vorlage gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 Grundgesetz gekennzeichnet; als Fristablauf ist der 25. September 2026 vermerkt, der Termin der nächsten Plenarsitzung. Nach dieser Vorschrift könnte die Bundesregierung den Entwurf dem Bundestag schon nach drei Wochen zuleiten, ohne die Stellungnahme des Bundesrates abzuwarten.

Quelle: Bundesrat

Medienecho

Bundesnetzagentur rechnet für Juli mit 1.827,9 Megawatt Zubau, davon 628,5 auf Gebäuden

Nach der Hochrechnung der Bundesnetzagentur aus dem Marktstammdatenregister war der Juli 2026 mit 1.827,9 Megawatt der bislang stärkste Zubaumonat des Jahres. Getragen wird er von Freiflächenanlagen mit 917,7 Megawatt, während auf Anlagen an und auf Gebäuden 628,5 Megawatt und auf Balkonkraftwerke 62 Megawatt entfallen; von Januar bis Juli stehen 5.118,4 Megawatt Freifläche 4.021,3 Megawatt auf Gebäuden gegenüber. Der Photovoltaik-Großhändler EWS erwartet, dass Interessenten versuchen werden, ihre Dachanlagen noch in diesem Jahr und damit vor Inkrafttreten des EEG 2027 zu realisieren.

Quelle: pv magazine

Medienecho

Photovoltaik-Zubau im Juli bei rund 1,53 Gigawatt, Großhändler erwartet Vorzieheffekt

Nach einer Auswertung des Marktstammdatenregisters durch den Photovoltaik-Großhändler EWS erreichte der Ausbau im Juli 2026 rund 1,53 Gigawatt; auf Anlagen bis 750 Kilowatt entfielen davon knapp 595,6 Megawatt und damit etwa 2 Prozent weniger als im Vormonat. EWS geht davon aus, dass die erwarteten Einschnitte in der Förderkulisse für einen Vorzieheffekt bis zum Jahresende sorgen und die daraus folgende starke Jahresendrallye auf bereits heute spürbare Materialengpässe treffen würde.

Quelle: Solarserver

Medienecho

Entwurf sieht dauerhafte Drosselung neuer Dachanlagen auf 50 Prozent vor

Nach § 9 des Regierungsentwurfs sollen neue kleine und mittlere Photovoltaik-Dachanlagen dauerhaft auf 50 Prozent ihrer installierten Leistung gedrosselt werden, unabhängig davon, ob die Anlage in der Direktvermarktung ist. Der Solaranbieter Enpal rechnet vor, dass einer typischen Anlage mit 13 Kilowatt Leistung und 16 Kilowattstunden Speicherkapazität durch die Kappung mindestens 160 Euro an Vermarktungserlösen pro Jahr entgingen, dazu weitere rund 200 Euro durch den Prosumer-Aufschlag.

Quelle: zfk

Medienecho

Gutachten im Auftrag des BWE: Begrenzung des Netzanschlussrechts wäre verfassungswidrig

Die vom Bundesverband WindEnergie beauftragte Kanzlei Redeker Sellner Dahs kommt zu dem Ergebnis, dass die geplante systemdienliche Anschlussleistung ohne angemessene Übergangsregelung gegen die Eigentumsgarantie, die Berufsfreiheit und den Grundsatz des Vertrauensschutzes verstieße; sie soll ab 1. Januar 2027 das bisher vorrangige und unbeschränkte Netzanschlussrecht für EEG-Anlagen begrenzen. BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek fordert einen verlässlichen Bestands- und Vertrauensschutz für weit fortgeschrittene Projekte und Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren.

Quelle: BWE

Medienecho

Monatsmarktwert Solar im Juli bei 5,226 Cent je Kilowattstunde

Die Übertragungsnetzbetreiber weisen für Juli 2026 einen Marktwert Solar von 5,226 Cent je Kilowattstunde aus, nach 6,190 Cent im Juni; der Spotmarktpreis lag im Juli bei 10,545 Cent. Der Monatsmarktwert gibt die durchschnittlichen Börsenerlöse wieder, die in der Direktvermarktung zu erzielen waren — also die Bezugsgröße, an der sich die Erlöse neuer Dachanlagen orientieren würden, sofern die geplante Pflicht zur Direktvermarktung so kommt.

Quelle: Solarserver

Medienecho

Niedersachsen und Schleswig-Holstein fordern Förderung auch für kleine Dachanlagen

Eine von beiden Ländern beauftragte Studie des Beratungshauses Enervis kommt zu dem Ergebnis, dass ein marktgetriebener Ausbau von Photovoltaik-Dachanlagen wirtschaftlich nicht möglich wäre: Die Stromgestehungskosten lägen in allen drei betrachteten Szenarien bis 2045 weit oberhalb der zu erwartenden Marktwerte. Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer fordert die Bundesregierung auf, EEG-Novelle und Netzpaket nachzubessern; über die Entwürfe soll der Bundestag nach der Sommerpause entscheiden.

Quelle: pv magazine

Medienecho

Nordrhein-Westfalen: Solar-Zubau im ersten Halbjahr um 3,3 Prozent gesunken

Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW hat das Marktstammdatenregister ausgewertet: Im ersten Halbjahr 2026 gingen in Nordrhein-Westfalen 82.751 Solaranlagen mit einer installierten Leistung von rund 908 Megawatt in Betrieb, ein Rückgang um 3,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Der Verband kritisiert, mit der vorgesehenen Streichung der Förderung für neue kleine Solaranlagen ab 2027 gefährde man gerade die Anlagen, die für viele Bürgerinnen und Bürger einen Einstieg in die Energiewende ermöglichten.

Quelle: Solarserver

Medienecho

Netzentgelt-Entwurf sieht Einspeiseentgelt für Anlagen über 30 Kilowatt vor

Die Bundesnetzagentur hat ihren Festlegungsentwurf zur Reform der Allgemeinen Netzentgeltsystematik (AgNes) vorgelegt: Für Erzeugungsanlagen oberhalb von 30 Kilowatt soll ein rein kapazitätsbezogenes Finanzierungsentgelt eingeführt werden, der im Mai genannte Korridor von 4 bis 7 Euro je Kilowatt wird dabei durch eine konkrete Berechnungsmethode präzisiert. Der Bundesverband Erneuerbare Energien warnt vor steigenden Fixkosten für Wind- und Photovoltaik-Projekte und kritisiert, dass dynamische Netzentgelte für Einspeiser erst ab 2032 kommen sollen; Stellungnahmen sind bis zum 18. September möglich.

Quelle: Solarserver

Medienecho

Bundesnetzagentur legt Arbeitsstand der Speicher-Festlegung MiSpeL vor

Die Bundesnetzagentur hat am 5. August den Arbeitsstand des Tenors sowie der Anlagen zur Abgrenzungs- und zur Pauschaloption veroeffentlicht; eine erneute Konsultation ist damit nicht verbunden. Die Festlegung regelt, wie Speicher und Ladepunkte Marktpraemie und Befreiungen beanspruchen koennen, und soll zum 1. Oktober 2026 in Kraft treten, also vor dem fuer Januar 2027 geplanten Start der neuen EEG-Regeln.

Quelle: Bundesnetzagentur

Medienecho

BUND-Studie: 80 Prozent Erneuerbare würden Strompreis-Spitzen deutlich dämpfen

Eine von Montel Analytics für den BUND erstellte Kurzstudie rechnet die Krisenbedingungen von 2022 in drei Szenarien durch: Bei 80 Prozent Erneuerbaren im Jahr 2030 läge der Durchschnittspreis bei 137,27 Euro je Megawattstunde statt 382,90 Euro im fossil geprägten Szenario von 2011, und Stunden über 500 Euro je Megawattstunde gäbe es 41 statt 785. Der Verband fordert deutliche Nachbesserungen an den Entwürfen zu EEG 2027 und Netzpaket im parlamentarischen Verfahren.

Quelle: pv magazine

Medienecho

Branche nennt drei Schwachstellen am EEG-Entwurf: Übergang, Messtechnik, Speicher

Der Fachdienst zfk bündelt die Kritik am Kabinettsentwurf in drei Punkten: Die geplante Übergangszahlung von 5,2 Cent je Kilowattstunde über drei Jahre könne die bisher über 20 Jahre feste Einspeisevergütung nicht ansatzweise ersetzen, für die Pflicht zur Direktvermarktung fehle die digitale Infrastruktur, und systemdienlich gesteuerte Speicher würden nicht belohnt.

Quelle: zfk

Medienecho

Kommentar: Wechsel in die Direktvermarktung dauert je nach Netzbetreiber bis über ein Jahr

In einem als Meinung gekennzeichneten Beitrag im pv magazine verweisen zwei Autoren von 1Komma5° auf rund 860 Netzbetreiber, bei denen der Wechsel in die Direktvermarktung mal drei Wochen, mal über ein Jahr dauert. Der Bundestag solle deshalb verbindliche Bearbeitungsfristen samt pauschaler Entschädigungszahlungen bei Verzug durchsetzen.

Quelle: pv magazine

Medienecho

BSW warnt: Nachfrage im Dachsegment könnte um mehr als zwei Drittel einbrechen

Der Bundesverband Solarwirtschaft sieht durch EEG-Novelle und Netzanschlusspaket den Solarausbau gefährdet — betroffen wäre ein Markt mit über 120.000 Beschäftigten in mehr als 18.000 überwiegend kleinen Betrieben.

Quelle: BSW-Solar

Parlament

Kabinett beschließt EEG 2027 und Netzanschlusspaket

Der Entwurf vom 29. Juli sieht das Ende der festen Einspeisevergütung für neue Dachanlagen vor: nur noch eine Übergangszahlung von anfänglich 5,2 Cent für maximal 36 Monate, danach Pflicht zur Direktvermarktung. Bundestag und Bundesrat beraten ab September.

Quelle: zfk